Auf, ins "Polsterland"!
Der Drang manches Ostdeutschen letzter Prägung 'gen Westen war ungemein stark entwickelt.
Das Ergebnis liegt vor.
Eine Parallele dazu bietet Leipzigs Historie. Wenn auch nicht ganz so eindeutig in der Himmelsrichtung. |

Jürgen Bewilogua,
geb. 1960 |
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"Ein Herr Müller und das Bildermuseum"
Mitunter laufe ich durch die Leipziger Innenstadt und versuche, mir vorzustellen, wie es dort in der Vorkriegszeit aussah. Ich kann mich eigentlich immer nur an Einzelheiten erinnern, das Gesamtbild sehe ich nicht mehr vor mir. Am Augustusplatz stand an der Stelle des heutigen Gewandhause das Bildermuseum. |
Inge Mothes,
geb. 1926
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"Nacht des Grauens "
Am 20. Oktober 1943 - 14 Tage nach meinem 15. Geburtstag - fielen die ersten Bomben auf Leipzig, und zwar in Stötteritz, unweit meiner elterlichen Wohnung. Mietshäuser in der Holzhäuser, der Sommerfelder Strasse und der Thiemstrasse fielen den Bomben angloamerikanischer Flugzeuge zum Opfer ... |
Heinz Lohse,
geb. 1928 |
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"Sowjetische Kriegsgefangene in Leipzig 1943/44"
Ein Erlebnis meines damals jungen Lebens hat mich bis heute nicht wieder losgelassen.
Es war wohl in den Jahren 1943/44, ich war gerade mal 7 Jahre alt, als mich meine Mutter auf den heutigen Platz schickte, auf dem heute immer zwei Mal im Jahr die Klein-Messe stattfindet. |
Harry Wenzel,
geb. 1936 |
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"Liega 1945 "
Harry Wenzel ist 70 Jahre alt und hat eine Geschichte geschrieben, die mich nachdenken ließ. Mein Vater hat mich dieses Jahr verlassen. Noch höre ich seine Worte, die beim letzten Sehen vor dem Fahrstuhl im Krankenhaus Coswig meinen Sohn Jonas und mich uns gehen ließen: „ Bis später!“ |

Jürgen Bewilogua,
geb. 1960 |
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"Einmal ein Geber sein "
Eine Wendegeschichte? Nein und Ja. Nein, denn seit der Wende sind mehr als zehn Jahre ins Land gegangen. Ja, weil ich mir ziemlich sicher bin, die Situation wäre vor der Wende nicht vorstellbar gewesen für einen Leipziger oder einen Hallenser oder einen Schweriner. |
Christine Resties |
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"Im arabischen Coffee-Baum"
Nichts zeigt so deutlich wozu Einbildung und Glaube uns führt, wie der Kaffee. Ist seine Wirkung doch eher negativ auf das Sexualempfinden und die geistige Fähigkeit zu nennen, so wirken doch seit Jahrtausenden Kaffee und Erotik zusammen, scheinbar als sei der Kaffe die vortrefflichste aller Stimmulanzen, besser noch als neuzeitliches Viagra. |
Ditmar-E. Mickeleit |
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"Die Email Nachricht"
Dieser Tage klingelte mein Nachbar ganz aufgeregt an meiner Wohnungstür.
Es war schon spät, und auf Besuch war ich nicht mehr eingestellt.
Als ich dann endlich doch öffnete, hielt er mir ein Blatt Papier unter die Nase. „Hier, das habe ich gerade bekommen.“ |
Ditmar-E. Mickeleit |
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"Nachdenken über Leipzig"
"In die Stadt gehen", dieser Satz gehörte zu den wohl
einprägsamsten Worten meiner Kindheit, die ich in Anger-
Crottendorf verbrachte. Der Sonntagsspaziergang war damals eine Selbstverständlichkeit. |
Ilse Nagelschmidt |
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"Schlenkersuppe und Plattenplautzer"
Schlenkersuppe und Plattenplautzer und noch viele andere Begriffe. An die werden sich so manche Senioren erinnern, wenn sie das lesen.
Um diese Begriffe zu erläutern, muss man in die Jahre 1945/47 zurückgehen. |
Harry Wenzel,
geb. 1936
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"Die Stadtführung"
Als ich die Gruppe in einem kleinen Hotel in Bad Düben abholte, schien die Welt noch in Ordnung und ich ahnte nicht, was mir bevorstand. Schweden, aus Oslo. Eine christliche Gruppe, wie ich dem Programm entnahm. |
Ditmar-E. Mickeleit |
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